Was, wenn ihr scheitert?

Immer wieder bekommen wir Bedenken bezüglich unseres Vorhabens zu hören, manche (solche von Freunden und Verwandten) einfach besorgt, manche aber auch schlicht verständnislos:

 

Wie könnt ihr einfach alles aufgeben?

Wieso wollt ihr euch so einschränken?

Was soll bloß aus den Kindern werden?

Wie soll das bloß funktionieren mit drei Kindern und vier Hunden?

Ist das nicht gefährlich?

Was, wenn ihr scheitert?

usw.

 

Viel häufiger allerdings schlägt uns (oft ein wenig fassungslose) Bewunderung entgegen:

Dass ihr euch das traut!

Ach, toll, Eure Pläne!

Ich wünschte, ich könnte auch so einfach weg hier!

 

Die (positive) Fassungslosigkeit kann ich verstehen - Kinder, Reihenhäuschen, Hund(e) - nicht gerade ein aussergewöhnliches Lebensmodell. Aber wer sagt denn, dass nicht irgendwann der Zeitpunkt reif ist für eine Veränderung, für ein Ausprobieren neuer Pfade? Genau das wollen wir nun tun.Und finden unsere Pläne ebenfalls toll :) .

Ja, wir trauen uns, weil wir das Gefühl haben, dass dieser Weg für uns eine große Bereicherung sein wird. Klar sind auch ein paar Ängste vorhanden (wahrscheinlich mehr bei mir als Person, die die Verantwortung für alle Mitreisenden  trägt als bei den Kindern, die auf großes Abenteuer aufbrechen), aber ich versuche, damit easy umzugehen, mich selbst locker zu machen. Was bringt es, wenn ich im Vorfeld so verkrampfe, dass ich mich nicht mehr rühren kann? - Nichts als Bewegungslosigkeit.

Tja, und den Wunsch nach Veränderung kann ich so gut nachvollziehen! Der gärte in mir seit mehr als zehn Jahren.Da hilft es nur, den ersten Schritt irgendwann zu tun. Dann wird sich ein Weg auftun, werden sich Möglichkeiten ergeben, das habe ich in den letzten Wochen und Monaten, als unsere Pläne anrollten, am eigenen Leibe erfahren und so wirklich ein größeres Vertrauen ins Leben gewonnen. Mit unserer Entscheidung für eine selbstbestimmte Bildung kam eins zum anderen und ganz allmählich zeichnete sich eine Möglichkeit für uns ab, diese wurde konkreter und nun brechen wir in einigen Tagen mit dem Wohnmobil zu unserer ersten mehrmonatigen Reise auf. Jippiiiie!!!

 

Was die Bedenken angeht, die uns entgegenschlagen, habe ich durch dieses neugewonnene Vertrauen schlicht eine neue Haltung zum Leben gewonnen, die viele dieser Bedenken (die auch ich vielleicht früher gehabt hätte) relativiert - mir scheint, wir bekommen tatsächlich etwas dazu statt etwas aufzugeben und werden freier statt eingeschränkt. Klar, der Platz in einem Wohnmobil ist nicht zu vergleichen mit einem Haus. Keine Türe, die ein pubertierender Teenager oder eine genervte Mutter mal hinter sich schließen kann, das wird sicherlich eine Herausforderung werden (doch da fällt mir ein - eine Türe haben wir ja und der ein oder andere Hund freut sich bestimmt über einen Extra-Spaziergang zum Kopf-frei-bekommen).

Funktionieren mit so vielen Lebewesen mit unterschiedlichen Bedürfnissen kann das wohl nur als Team, mit Kommunikation und Kompromißfähigkeit - ein sehr gutes Lernfeld :)

Ich bin überzeugt davon, dass es für die Kinder eine tolle Chance sein wird, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und sich auszuprobieren. Solche Lernerfahrungen könnte ich ihnen hier in unserem Reihenhäuschen-Leben mit täglich 8-10 Stunden Schule nicht bieten.Was wird aus ihnen werden? - Wer kann das jetzt schon wissen? Aber ich weiß, was sie sind: Wunderbare Menschen, denen ich nichts mehr wünsche als selbstbestimmt ihren Weg zu finden.

Ist das alles wahnsinnig gefährlich? Ehrlich? - Keine Ahnung! Wieso sollte es das sein? Wir haben nicht vor, uns in Krisengebiete zu begeben, wir haben vier (!) Hunde dabei. Es gibt viele Reisende, und die, deren Blogs ich lese, leben alle noch. Ist es nicht gefährlicher, unzufrieden in den eigenen vier Wänden zu versteinern?

Zur Frage des Scheiterns müsste man dies erst einmal klar definieren. Das lasse ich mal schön bleiben im Vorfeld - wir werden wissen, wann es soweit ist :) Versuchen wir einfach, den Kahn ans Schwimmen zu kriegen - stay cool and enjoy!

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Kommentare: 2
  • #1

    aureliano kleweta (Donnerstag, 30 Juli 2015 03:59)

    Hallo ihr lieben,

    Laufen ist die mut zu leben, mann kann nur ein ort finden wenn man auf die suche geht... Mann kann nur leben wenn mann die veranderungen von der zukunft acceptiert und die glaube von die innere kraft giest... Wann und wo mann die früchte reif sehen wird um die zu essen dass kann nieman wissen... aber irgendwann wird es schon sein! aber dafur muss mann hungern haben und sich um den baum kummern, dass heisst loss!!!
    Mann stirbt in der Unbeweglichkeit ,die angst kann uns zu stein vervandeln aber die kann auch ein ganz grosses stoss werden um nach worne zu springen... keine angst ihr habt ja es gechaft mit laufen als ihr klein war ,so verschieden ist es nicht... Nur dass mentale ist leider gewohnt die zukunft zu plannen und nicht zu endenken, lass euch uberachen ,jede erfarung ist ein schrit zu die freiheit ,ich weiss dass wenn vier hunden, drei menchen,und ein môbil wagen nur 1 km farhen ,ist alles gewonnen: dass wichtigste ist nicht die länge ,die zeit oder die ländern : dass ist nur die mut zu starten!

    ich umarme euch
    aureliano

    laufen ist den weg werstehen

  • #2

    aureliano kleweta (Donnerstag, 30 Juli 2015 04:08)

    Also noch wass dazu: vier hunde,drei menchen ,ein mobilwagen und ja sicher dazu ein kapitän ,aber ich weiss das der kapitän schon den ersten schritt gemacht hat weil die materie ist schon da: das mobil wagen... Und dafur können die kindern dankbar sein zu deren eltern, und die eltern konnen dankbar sein zu den kindern für den traum der den weg zeigt...

    hier sind die sterne und der wind streichelt die baume...